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Reflektor Manfred Eicher | Allemagne 90 neuf zéro

„Manfred hatte den ersten Kontakt hergestellt“, sagt Jean-Luc Godard, „indem er mir Musik geschickt hat. Und nachdem ich sie gehört hatte, schrieb ich ihm und bat ihn, mir weitere Platten zu schicken. Ich hatte das Gefühl, dass wir uns mehr oder weniger im selben Land bewegen: er mit Klängen, ich mit Bildern. Die Musik, die er mir schickte, gab mir das Gefühl, einen Film zu machen, und ich fing an, mir die Dinge aufgrund dieser Art von Musik vorzustellen…"Es war, als würde man Musik aus Filmen hören, die es nicht gibt." Als Godard für die Dreharbeiten zu „Allemagne 90 neuf zéro“ in die DDR fuhr, war die Mauer bereits gefallen. Vor Godards Augen und den Objektiven verfiel die Deutsche Demokratische Republik, und mit ihr löste sich das allmählich auf, was „real existierender Sozialismus“ genannt wurde. Momente des Verfalls von Wirklichkeiten und Ansprüchen hält der Film fest. „Ostdeutschland schien mir damals kurz vor dem Fall der Mauer ein Land großer Einsamkeit zu sein.“ Dabei dachte Godard aber nicht an die Einsamkeit eines Individuums, sondern an die eines Volkes, eines Staates. Das Wandern zwischen Ost und West und das Schwanken zwischen Kommunismus und Kapitalismus des Hauptprotagonisten des Films verkörpern den schizophrenen Zustand, in dem sich Europa befindet. Ein visuelles Essay und Godards persönliche Interpretation vom Ende des Kalten Krieges.

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